Meinungen zum Studium

Jette Hubinger

Studiengang: Bachelor Mathematik
Studienrichtung: Mathe 80, Nebenfach Biologie

Nach meinem Abitur ging ich zunächst für ein Jahr als Au-pair ins Ausland. Zum damaligen Zeitpunkt hatte ich noch keine großen Pläne für meine Zukunft und wusste nicht, in welche Berufsrichtung es für mich gehen sollte. Dass ich letztendlich das Mathematikstudium gewählt habe, war die beste Entscheidung, die ich hätte treffen können und die ich bis heute nicht bereue.
Vor meinem Studium besuchte ich den Tag der Mathematik in Rostock und lies mich dort vom Fachschaftsrat beraten und mir den Aufbau des Mathematikstudiums genau erklären. Vor Beginn des ersten Semesters nahm ich an dem Vorkurs teil, welcher uns einen ersten Eindruck vom Studium verschaffte und uns den "Schreck" vor den Vorlesungen im Bereich Mathematik nahm, so dass wir wussten, worauf wir uns einstellen konnten. Während des Vorkurses und auch in der Einführungswoche lernte ich viele neue Leute, Rostock und die Universität kennen.

Anfangs hörte ich oft den Satz: "Sobald du die ersten beiden Semester geschafft hast, schaffst du auch den Rest." Heute ist das meine Antwort für Studieninteressierte. In den ersten Semestern erlernt man viele Grundlagen. Es wird die Denkweise und Struktur des Arbeitens, die Beweisstrategie und Herangehensweise an Aufgaben vermittelt. Das ist fundamental. Danach wird auf diesem Wissen aufgebaut.

Hilfe und Unterstützung bekommen wir hier von allen Seiten: Der Fachschaftsrat bzw. die Studierenden der höheren Semester und auch die Professoren und Dozenten sind sehr hilfsbereit und unterstützen uns, wo sie können. Sie nehmen sich immer Zeit für die Studierenden, um auf Fragen einzugehen. Für die ersten Semester wird auch eine Hausaufgabenhilfe angeboten, die auch ich damals besucht habe. Wir haben die Übungsserien generell fast nur in Gruppen gelöst und zusammen für die Prüfungen gelernt.

Es ist sehr angenehm, dass Rostock eine kleinere Großstadt mit einer überschaubaren Universität ist, besonders was das Mathematikinstitut angeht. Jeder kennt jeden und es ist alles ziemlich familiär. Natürlich ist auch das Meer ein wichtiger Faktor. Ich bin an der Ostsee aufgewachsen und es gewohnt, ob Sommer oder Winter, mal abends an den Strand zu gehen.
Weiter bietet die Universität ein vielfältiges Angebot an Sportkursen. Hier habe ich mich im Laufe der Semester an den verschiedensten Sportarten ausprobiert, um neben dem Studium den Kopf frei zu bekommen und abzuschalten.

Generell kann ich sagen, dass ich mich immer sehr gut aufgehoben fühle. Für mich ist klar, dass Mathe mich auf meinem weiteren Lebensweg immer begleiten wird.

Charlotte Wahrendorf

Studiengang: Master Mathematik
Studienrichtung: Mathe 80, Nebenfach Biologie

Vor dem Studium sagten mir alle, dass man ein Mathestudium nur schaffen würde, wenn man unglaublich schlau wäre - am besten hochbegabt - und bei den jährlichen Wettbewerben wie „Mathematik Olympiade“ oder „Känguru der Mathematik“ erfolgreich sein müsste. Ich bin weder hochbegabt noch haben mir die Wettbewerbe besonderen Spaß gemacht. Ich studiere Mathematik mittlerweile im vierten Mastersemester und könnte mir nichts Interessanteres vorstellen.

Aufgewachsen bin ich in Berlin. Nach meinem Abitur sehnte ich mich nach einer kleineren Stadt mit kurzen Wegen, in der ich alles mit Fahrrad erreichen würde. Auch ein bisschen Kultur, Theater und Kino wollte ich haben. Rostock kannte ich bereits aus Segeltrainingslagern und Urlauben. Die Nähe zum Meer fand ich schon damals schön. Somit kam ich im Oktober 2013 nach Rostock, um hier den Bachelor in Mathematik zu beginnen.

Der Vorkurs war eine gute Gelegenheit, meine späteren Kommilitonen kennenzulernen. Der Kontakt zu ihnen war für mich sehr wichtig und hat mir geholfen, das erste Studienjahr zu bestehen. In der Schule fiel mir Mathematik immer leicht und ich brauchte eigentlich keine Hilfe bei den Hausaufgaben oder bei der Vorbereitung auf Klausuren. Im Studium stellte ich fest, dass ich ohne die Hilfe der anderen nicht weiterkommen würde. Umgekehrt konnten meine Kommilitonen aber auch von mir profitieren. Diese Bereitschaft zur gegenseitigen Hilfe spüre ich bis heute bei meinen Kommilitonen, was die Atmosphäre in der Uni sehr angenehm macht.

Ich engagierte mich während meines Studiums ehrenamtlich im Fachschaftsrat „Sigma“. Das ist eine bunte Gruppe von Studenten der Mathematik aus Bachelor, Master und Lehramt. Durch die Fachschaftsarbeit bekam ich neue Einblicke in die uniinternen Abläufe, was mich vorher sehr interessiert hatte.

An meinen Bachelorabschluss schloss ich im Herbst 2017 das Masterstudium direkt an. Nach dem ersten Mastersemester bekam ich ein Kind. Für mich war es der optimale Zeitpunkt, da ich bereits den Bachelor in der Tasche hatte und die Abläufe in der Uni gut kannte. Ich studierte direkt weiter, natürlich mit geringerem Pensum. Die Anpassung des Studiums an meine Lebenssituation war von Seiten der Professorinnen und Professoren kein Problem. Ich bekam viel Unterstützung durch meine Kommilitonen und die Mitarbeiter am Institut, um mein Studium trotz Kind fortsetzen zu können. Das Verständnis der Professoren und Professorinnen ist groß, wenn ich manche Vorlesungen nicht besuchen kann oder sich die Abgabe einer Hausaufgabe verzögert. Es macht mir viel Freude die Mathematik weiterführen zu können und gleichzeitig Mutter zu sein.

Mathematik ist ein interessantes und anspruchsvolles Studium. Für mich ist es genau das Richtige. Müsste ich mich wieder entscheiden, würde ich mit Freude die gleiche Wahl treffen.

Tomass Andersons

Studiengang: Master Mathematik
Studienrichtung: Mathe 80, Nebenfach Informatik

Zum Ende meines Bachelorstudiums an der Universität Rostock habe ich überlegt, wo ich mein Masterstudium in Mathermatik fortsetzen werde. Einige deutsche Universitäten kamen in die engere Auswahl. Aber ich habe mich noch einmal für die Universität Rostock entschieden, da diese für mich die perfekte Kombination von guten universitären sowie außeruniversitären Bedingungen bietet.

Erstmal das Fachliche – die Schwerpunkte des Instituts für Mathematik stimmen mit meinen Interessen gut überein. Das ist vor allem im späteren Studium sehr wichtig.

Auch die Größe des Instituts spielte für mich eine große Rolle. Die kleine Studierendenzahl sorgt für eine gemütliche Atmosphäre und engeren Kontakt mit den Professoren und Übungsleitern. Während der Sprechstunden gibt es keine Schlangen und in jedem Fachbereich gibt es ausreichend Plätze für Abschlussarbeiten und Seminare. Wenn man Interesse an mathematischen Hilfskraftstellen hat, gibt es aufgrund von vielen Service-Vorlesungen immer eine Möglichkeit, nebenbei etwas zu verdienen. Auf Wünsche und Verbesserungsvorschläge von Studierenden wird angemessen eingegangen und wenn Interesse besteht, finden sogar außerplanmäßige Veranstaltungen statt.

Aber die Stadt Rostock hat auch wesentlich zu meiner Entscheidung beigetragen. Für mich bietet Rostock die perfekte Größe zwischen Groß- und Kleinstadt. Die Mensen, Bibliotheken und der Uni-Sport sind hier echt gut. Es gibt die Ostsee, nette Menschen, ausreichend Kultur und das alles ohne Großstadtlärm.

Karoline Rummel

Studiengang: Master Wirtschaftsmathematik, Studienrichtung Betriebswirtschaftslehre

In meiner Abiturzeit war ich relativ planlos für die Zeit danach. Jedoch hatte ich schon in der Schule eine Stärke für die Naturwissenschaften, Spaß an kniffligen Aufgaben und einen sehr guten Mathelehrer und daher war meine erste Idee, mich nach meinem Abitur in dem Studiengang Mathematik auszuprobieren.
Ich bin Seglerin und wollte meine Heimat am Meer auf keinen Fall verlassen, womit Rostock als Studienort sofort klar war.
Gerade weil das Institut für Mathematik in Rostock nicht das größte ist, ist das Verhältnis der Studierenden untereinander und auch mit Professoren und Mitarbeitern relativ eng. Der Fachschaftsrat organisiert viele Veranstaltungen wie Grill- und Spieleabende und für die Studieneinsteiger ein Mentorenprogramm zum Kennenlernen. So ist der Erfahrungsaustausch mit Studenten höherer Semester sofort gegeben und man bekommt schon früh wertvolle Tipps.
So mühsam wie die ersten beiden Semester auch sind, so spannend wird es, wenn man weiter im Studium voranschreitet und von den relativ trockenen Inhalten der Grundlagenfächer wegkommt. Ich habe mich, um später einfacher den Weg in Unternehmen zu finden, für Betriebswirtschaftslehre als mein Nebenfach entschieden.
Gerade weil Mathematik zu studieren nicht unbedingt mein jahrelanger Traum war, ist es für mich immer wieder erstaunlich, dass mich das Studium in seiner Vielfalt so überraschen und fesseln konnte.
Niemals hätte ich gedacht, meine Bachelorarbeit in Kooperation mit AIDA Cruises schreiben zu können oder (trotz meiner geringen Computeraffinität) Programmieren zu lernen. Der tolle Zusammenhalt der Studierenden, das durch die kleinen Vorlesungen einfachere Zusammenarbeiten mit den Professoren und die studentenfreundliche Stadt Rostock machen das Studieren hier so besonders!