Samstagsuniversität

Die Samstagsuniversität ist eine Vortragsreihe der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät,
die sich an alle mathematisch-naturwissenschaftlich Interessierten richtet.
Die Themen werden allgemeinverständlich dargestellt und sollen zur Diskussion anregen.

Rubiks Zauberwürfel: mathematische Aspekte eines Kultspielzeugs

PD Dr. Frieder Ladisch

Bild des Rubik's Cube
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03. November 2018, 11:00 Uhr, Hörsaal 1, Albert-Einstein-Str. 24 (Institut für Physik) | Lageplan
Der Zauberwürfel wurde 1974 von dem ungarischen Architekten und Designer Ernő Rubik erfunden. Schon einfache Fragen über den Zauberwürfel führen zu nicht ganz einfachen mathematischen Problemen:
Auf wie viele verschiedene Weisen kann man den Zauberwürfel einstellen? Die Antwort ist eine so große Zahl, dass man die Erde 275-mal mit unterschiedlich eingestellten Zauberwürfeln bedecken könnte. Dies illustriert das athematische Phänomen der »kombinatorischen Explosion«.
Wie kann man eine Lösung des Würfels finden? Dabei kann man sich von der sogenannten Gruppentheorie helfen lassen, einem Teilgebiet der Mathematik, das als eher abstrakt gilt.
Und wie viele Drehungen genügen denn, um den Zauberwürfel immer zu lösen? Weil die Anzahl der Möglichkeiten so groß ist, konnte erst im Jahr 2010 und mit massivem Rechnereinsatz gezeigt werden, dass 20 Drehungen immer ausreichen. Diese Zahl wird auch (ganz unbescheiden) »Gottes Zahl« genannt.
Im Vortrag wird dies und einiges mehr rund um die Mathematik des Zauberwürfels allgemeinverständlich erklärt.

Vorträge aus früheren Semestern

Von Autos, Aktien, Atomen und Primzahlen: Ein Ausflug in die Welt der Zufallsmatrizen

Von Autos, Aktien, Atomen und Primzahlen: Ein Ausflug in die Welt der Zufallsmatrizen

Prof. Dr. Holger Kösters

09. Juni 2018, 10:30-11:30 Uhr, Arno-Esch-Hörsaalgebäude (Ulmenstraße 69) | (Lageplan)
In der Theorie der Zufallsmatrizen werden große Tabellen mit zufallsabhängigen Einträgen untersucht. Jeder solchen Tabelle lassen sich wichtige Kennzahlen zuordnen, die sog. Eigenwerte. Betrachtet man das Verhalten der Abstände zwischen benachbarten Eigenwerten, so erhält man erstaunlicherweise eine gute Beschreibung für das Verhalten von Abständen in vielen verschiedenen Situationen, z.B. im Zusammenhang mit Autos, Bussen, Vögeln, Atomen und Primzahlen. Einige dieser verblüffenden Ähnlichkeiten sollen in meinem Vortrag vorgestellt werden.