Mathe, KI und Meer
Das Schüler:innen-Sommercamp 2026
20 Schüler:innen · eine Woche · Mathematik, Python und KI
Nach dem ersten erfolgreichen Mathe-KI-Camp 2025 kamen auch in diesem Jahr 20 Schüler:innen aus dem gesamten Bundesgebiet an die Universität Rostock, um eine Woche lang die mathematischen Grundlagen der Künstlichen Intelligenz kennenzulernen. Die Teilnehmer:innen (16-20 Jahre) reisten unter anderem aus Berlin, Bonn, Dresden, Hamburg, Potsdam und Stuttgart an – und natürlich waren auch Schüler:innen aus Mecklenburg-Vorpommern dabei.
Beim einwöchigen Schüler:innen-KI-Camp konnten sie Mathematik aus dem Studium kennenlernen, selbst programmieren und erleben, wie Künstliche Intelligenz heute in der Forschung eingesetzt wird.

Mathematik hinter der KI verstehen
Dozierende des Instituts für Mathematik gaben Einblicke in Themen aus mathematischen Anfängervorlesungen – und zugleich in Inhalte, die normalerweise erst in höheren Semestern behandelt werden.
Im Mittelpunkt standen neuronale Netze und die Frage, wie solche Netze lernen und trainiert werden können. Dabei wurde schnell deutlich: Hinter moderner KI steckt viel Mathematik – etwa Lineare Algebra, Optimierung, Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik.

Selbst programmieren und neuronale Netze trainieren
In praktischen Übungen lernten die Schüler:innen auch die Programmiersprache Python kennen. So konnten sie viele der zuvor besprochenen mathematischen Ideen direkt am Computer ausprobieren und in eigenen Programmen umsetzen.
Schritt für Schritt entstanden dabei auch eigene neuronale Netze,die die Teilnehmer:innen je nach eigener Vorerfahrung selbst entwerfen und trainieren konnten. So wurde unmittelbar sichtbar, wie mathematische Konzepte und Programmierung bei moderner KI zusammenspielen.
Einige Teilnehmer:innen verfügten bereits über umfangreichere Programmiererfahrung. Sie konnten während der Campwoche an der Simulation eines autonomen Segelroboters arbeiten, der mittels Reinforcement Learning trainiert werden soll. Dabei lernt ein System durch Ausprobieren und durch Rückmeldungen darüber, welche Entscheidungen besonders erfolgreich waren.
Forschung und KI in Rostock
Auch außerhalb der Seminarräume erhielten die Schüler:innen Einblicke in aktuelle Forschung in Rostock. Auf der studentischen SegelyachtUniversitas lernten sie die Technik an Bord kennen und erfuhren, wie dort Daten gesammelt werden, die unter anderem für das Training neuronaler Netze genutzt werden können. Bei einem Besuch der Robbenstation stellte Nina Wengst die dortige Forschungsarbeit vor.
Einen weiteren Einblick gab Dr. Martin Dyrba von der Universitätsmedizin Rostock in seinem Gastvortrag über den Einsatz Künstlicher Intelligenz in der aktuellen medizinischen Forschung. Dabei ging es auch um die Frage, wie zuverlässig die Ergebnisse von KI-Modellen sind und wie mathematische und statistische Methoden helfen können, ihre Vorhersagen einzuschätzen.

Gemeinschaft, Warnow und Meer – Eindrücke aus der Woche
Neben Mathematik, KI und Programmierung blieb natürlich auch viel Zeit für gemeinsame Erlebnisse. Bei bestem Sommerwetter ging es zum Paddeln auf die Warnow, zum Grillen und Baden an die Ostsee – und zwischendurch blieb genug Zeit für Gespräche, Spiele, Subset-Sum-Rätsel und die eine oder andere Partie Atomschach.







